12. Mein Beitrag zum Wohl der Insekten

(Bild Lobitz, hochauflösend)

Mehr als die Hälfte der Tiere sind die unterschiedlichsten Arten von Insekten, die auf unserer Erde leben.

Für die Aufrechterhaltung unseres Ökologiesystems sind diese Insekten von großer Bedeutung und dienen dem menschlichen Wohlergehen. Deshalb sind sie für uns Menschen und für unsere Natur unersetzliche Lebewesen.

Seit vielen Jahren schwindet aber die Vielfalt der Insekten und ihre Bestände gehen zurück. Manche Insektenarten sind schon ausgestorben oder sind vom Aussterben bedroht. Insekten sind Nahrung vieler anderer Tiere, bestäuben viele Pflanzen, verwerten organische Stoffe und sind wichtige Nützlinge in der Forst- und Landwirtschaft.

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Allgemeine Aussagen über die Gründe des Insektensterbens sind nicht möglich. Jedoch sind wir Menschen in vielen Fällen die Hauptverantwortlichen für dieses Sterben. Durch Monokulturen in der Landwirtschaft, Umweltverschmutzungen, schrumpfende Lebensräume und den Einsatz von Pestiziden.

Es ist erwiesen, dass z.B. Bienen, die mit Insektiziden in Kontakt kommen, Orientierungsprobleme haben und nicht mehr zum Bienenstock zurückfinden. Nachfolgend wird beschrieben, wie wir Menschen den Insekten helfen können.

1. Einfach weniger machen

Ein weniger gepflegter Garten bietet für Insekten beste Lebensbedingungen. Auch wenn es sich nur um kleine Fläche handelt, auf dem bessere Lebensbedingungen herrschen, hat das bereits einen Effekt. Die privaten Gärten können somit zum Rückzugsort für Insekten werden, da sie im Umland nur noch schlechte Lebensbedingungen haben. Wer zum Beispiel seinen Rasen nicht ständig mäht, auch mit Mährobotern, sondern Wildblumen in kleinen Insel stehen lässt, ermöglicht Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge länger Nektar zu finden.

Die Raupen vieler Schmetterlingsarten benötigen als Nahrungsgrundlage bestimmte Pflanzen, die von vielen „Gartenliebhabern“ als „Unkraut“ bezeichnet werden. Wer jedoch zum Beispiel Brennnesseln stehen lässt, sorgt für den Nachwuchs einiger Schmetterlingsarten unter anderen wie Admiral, kleiner Fuchs, Landkärtchen und Tagpfauenauge. Jeder Garten sollte eine „wilde Ecke“ erhalten in der wachsen darfwas will, auch Brennnesseln.

2. Vermeidung von Pflanzenschutzmittel

Pestizide werden nicht nur in der Landwirtschaft verwendet, sondern auch in privaten Gärten. Mehrere Hundert Tonnen dieser Pflanzenschutzmittel werden in Deutschland jährlich an Privatpersonen verkauft, man bekommt sie einfach im Fachhandel. Stattdessen sollte nach biologischen Lösungen gesucht werden.

Ebenso ist es mit den Unkrautvernichtungsmittel, wie zum Beispiel Glyphosat, das ebenfalls im Fachmarkt erhältlich ist. Es wirkt zwar nicht direkt auf Tiere selbst, doch vernichtet deren Lebensgrundlage.

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3. Lassen sie Laub und Totholz liegen

Abgefallenes Laub und Totholz sind für Insekten wichtige Lebensräume Lassen Sie es wenn möglich liegen. Oder wenn es stört, einfach „händisch“ zusammen rechen und in eine Ecke ihres Gartens schaffen wo es nicht stört. Laubbläser oder gar Laubhäcksler sollten Sie nicht einsetzen. Sie verbreiten eine Menge Pilze und Mikroben die im Laub lagern.

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4. Aufstellen von Insektenhotels

Insekten benötigen für ihre Eiablage Totholz, also Baumstümpfe und Äste von abgestorbenen Bäumen. Dies ist jedoch in der heutigen Zeit kaum mehr zu finden. Wie wäre es also wenn Sie einfach ein „Hotel“ eröffnen? Ein „Insektenhotel“ natürlich! Diese Arte von Hotel dienen als Nistkästen für Wildbienen und Holzwespen. Verschiedene löchrige Materialien in diesen „Insektenhotels“ bieten den Insekten einen Ort zur Eiablage. Diese Hotels können mit etwas Geschick selbst gebaut oder käuflich erworben werden. Aufgeschichtete abgeschnittenen Äste oder Zweige erfüllen einen ähnlichen Zweck Zu einer Mauer aufgeschichtet bieten sie bestimmten Insektenarten einen Ort zur Eiablage.

Sie können auch „Baustofflieferant“ für Wildbienen werden! Das geht ganz einfach. Besorgen sie sich etwas Lehm, legen sie den Lehm in ein flaches Gefäß und bilden sie ein Kuhle. Dies Kuhle mit Wasser füllen und an einem Platz auf dem Balkon, im Garten oder Innenhof aufstellen. Nicht vergessen immer etwas Wasser nachgießen. Das ist gleich doppelte Hilfe, die Insekten finden den notwendige Baustoff für ihre Nester und können zugleich auch Wasser tanken.

5. Strom sparen, künstliche Beleuchtung nachts abschalten

Angestrahlte Hausfassaden und Außenbeleuchtungen sind wie ein Magnet für Nachtfalter oder nachtaktive Insekten, die sich natürlicherweise an Mond und Sternen orientieren. Diese künstlichen Lichtquellen sind richtige Insektenfallen, in denen die Insekten kläglich verenden. Um die Menge an Lichtquellen nachts zu reduzieren sollten diese Art von Beleuchtungen abgeschaltet werden.

6. Arten die heimisch sind anpflanzen

Haben sie einen eigenen Garten, dann sollten sie heimische Pflanzen anschaffen. Auf diese sind die Insekten, Vögel und andere Tierarten am besten eingestellt. Auch für Personen welche keine eigene Garten haben besteht die Möglichkeit die Betreuung einer Brach- oder Grünfläche übernehmen.Ihre Stadt und Gemeinde sind hier der richtige Ansprechpartner.

7. Kaufen Sie Bio

Das Angebot an Bio-Produkten aus der Landwirtschaft wird immer vielfältiger. BIO Produkt Erzeugung heißt auch weniger Insektizide und Pestizide. Die Nachfrage regelt den Markt. Kaufen Sie daher “Bio Produkte”! So haben sie die Möglichkeit am „großen Rad der Landwirtschaft“ etwas zu bewegen.

8. Unterstützen Sie Umweltprojekte

Sie können viele Projekte, die sich dem Schutz von Insekten widmen aktiv oder passiv unterstützen. Durch eine Spende oder Beitritt zu einem örtlichen Verein.